Die zweite Revolution der 50er🔥
Im Ernst? Du kennst „Acella“ nicht?
Tatsächlich gibt es nicht nur einen Stil der 50er, sondern zwei. Die erste Hälfte des Jahrzehnts bleibt noch ganz dem vorangegangenen Zeitgeist verhaftet, mit schweren, meist dunklen Holzmöbeln in verschiedenen Brauntönen. In der Küche dominieren Cremeweiß und Beige. Auch bei Stoffbezügen gibt es nur die Wahl zwischen Rostbraun und dunklem Tannengrün. Braun, Weiß, Dunkelgrün - bis dahin werden die Räume vom tiefsten Winterwald beherrscht.
Obwohl die avantgardistischen Bauhaus-Designer schon viel früher Ideen für mehr Farbe geliefert hatten, kam die eigentliche Revolution erst mit einem Material, das wie kein anderes für Modernität stand: Kunststoff. Kunststoff brachte Frühling und gute Laune ins Haus. Die alten Möbel wurden mit bunten Folien beklebt. Küche, Tische und Blumenständer erhielten Oberflächen aus Formica (in Europa „Resopal“) in Pastelltönen.
Und hier kam eine deutsche Erfindung aus dem Jahr 1895 ins Spiel: Acella ist der neue Wunderstoff dieser Zeit!
Sicherlich hat es jeder schon einmal gesehen. Weich, flexibel und abwaschbar, kann es zum Beziehen von Stühlen, Wäschetruhen und Fotoalben verwendet werden. Sogar als Vorhang oder Wandverkleidung wurde es eingesetzt und ersetzte die alte, staubige Tapete.
Wir freuen uns, eine so außergewöhnliche Nähkassette in unserer Sammlung zu haben. Sie wurde vom bekannten Möbelhersteller „Ilse Möbel“ entworfen und ist mit Acella bezogen. Ihr Muster ist einfach magisch, oder? Auch wenn Kunststoff heutzutage nicht das beliebteste Material in der Wohnraumgestaltung ist, können außergewöhnliche Vintage-Stücke wie dieses ein toller Blickfang und Gesprächseinstieg sein. Wie immer kommt es auf die Mischung an!
Wir wünschen euch ein farbenfrohes Wochenende
Katja & Dirk
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